Am 5. Juni 2026 war die Duale Hochschule Schleswig-Holstein (DHSH) mit einem Impulsvortrag beim ersten Vereinbarkeitsfestival in Flensburg vertreten. Die Veranstaltung brachte rund 140 Teilnehmende aus der Region zusammen, um über die Vereinbarkeit von Care-Arbeit und Beruf zu diskutieren – mit Vorträgen, Workshops und Paneldiskussionen im Technologiezentrum lisezwei.
Prof. Dr. Kerstin Prechel, Professorin für Digitalisierung und Wirtschaftsethik an der DHSH, hielt einen Eröffnungsvortrag im Plenum unter dem Titel „KI & Vereinbarkeit: Zwischen Entlastung, Bias und Balance“. Im Zentrum stand die Frage, ob Künstliche Intelligenz im Alltag und in der Arbeitswelt tatsächlich entlastet – oder ob sie bestehende Ungleichheiten reproduziert und verstärkt. Prechel zeigte anhand aktueller Forschung, dass KI-Systeme nicht neutral sind: Trainingsdaten spiegeln gesellschaftliche Machtverhältnisse wider und können Geschlechterbilder verfestigen, etwa bei KI-gestützten Bewerbungsverfahren, der Bildgenerierung oder in Sprachmodellen. Gleichzeitig bot der Vortrag praxisnahe Strategien für einen bewussten, fairen Umgang mit KI im Familien- und Berufsalltag.
Das Vereinbarkeitsfestival wurde vom Netzwerk Vereinbarkeit 4.0 der WiREG mbH organisiert und ist ein Beispiel dafür, wie die DHSH als regionale Hochschule gesellschaftlich relevante Debatten aktiv mitgestaltet.
